Bayerischer Wald - Bayerisches Wörterbuch
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Fatschenkindl

Lange Zeit gab es geschnitzte Krippenfiguren nur in Kirchen. Das Landvolk hatte statt dessen sein "Fatschenkindl". Dabei handelt es sich um ein wächsernes Figürchen, von dem aber nur Kopf und Schultern sichtbar sind. Der Körper besteht aus einer flachen Stoffwalze. Mit Spitzen, Bändern, Schleifen, Schnüren, Rüschen und sonstigem Zierrat ist das Ganze eingefatscht, also eingewickelt.
Meist ruht das Fatschenkindl in einem gerahmten Holzkästchen mit gläserner Schauseite. Die Innenausstattung dieser Kästchen ist oft ein Kunstwerk. Stoffblumen, Gold- und Silberpapier, Sternchen, Schleifen, Wedel, Perlen, Flitterkrönchen, kurz alles, was der Zierde dienen kann, findet hier Verwendung.
So ein kunstvolles Krippenkästchen gehörte früher zu jeder Brautausstattung. Manche Familien im Bayerischen Wald besitzen wohl noch so ein "Krippnkastl" mit dem Fatschenkindl, aber die Figurenkrippe ist auch in dieser Region an seine Stelle getreten.
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