Bayerischer Wald - Bayerisches Wörterbuch
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Triften, Triftklausen

Lange Zeit wurden die Bäche und Flüsse des Bayerischen Waldes zum Transport von Holz genutzt. Dazu mußten allerdings zuerst die Wasserläufe triftbar gemacht werden. Dabei wurden die Uferbereiche so ausgebaut, daß das schwimmende Holz nirgendwo anecken und sich verfangen oder auftürmen konnte. Felsen mußten gesprengt und Triftschwellen ausgehoben werden. In Höhenlagen um die 1.000 Meter finden sich im Waldland noch zalreiche "Klausen", wie diese Sammelteiche genannt wurden. Oft stand daneben eine bescheidene Hütte, die den Holzarbeitern als Quartier die Woche über diente.
Lang- und Scheitholz, Rundlinge und Blöcher gingen von dort aus dann mit dem Öffnen des Wehrs auf die Reise. Im Tal, bei sog. "Rechen" sammelte man dann das Holz und verlud es auf andere Transportgeräte.
Der Fällenrechen, am Regenfluß neben der B11 zwischen Zwiesel und Byerisch Eisenstein, wurde z.B. um 1840 durch das Forstamt Zwiesel erbaut und in Betrieb genommen. Die gefährliche Arbeit der Trifter, die für einen möglichst reibungslosen Holztransport zu sorgen hatten, wurde im Bayerischen Wald um 1960 eingestellt. Der Straßenbau, auch in Waldregionen hinauf, machte sie überflüssig.
In Fürsteneck an der Ilz erinnert man sich beim Trifterfest am zweiten Juni-Wochenende alljährlich an die schwere Arbeit der Trifter. In einer kleinen Anlage wird dabei nachgestellt, wie früher der Holztransport bewältigt wurde.
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