Bayerischer Wald - Bayerisches Wörterbuch
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Kren

Als "Kren" oder "Kree" bezeichnet man im Waldland eine der wenigen Pflanzen, die als Gewürz, Arznei und auch als Lebensmittel Verwendung findet: Den Meerrettich.
Sein scharfes Aroma regt Appetit und Verdauung an, Senföle fördern die Produktion von Magensaft und Galle und verhelfen auch zur besseren Durchblutung der Schleimhäute.
Die Meerrettichwurzel kann man lange lagern und bei Bedarf nur die gewünschte Menge davon reiben. Ist der Merrettich allerdings gerieben, verlieren die Senföle rasch ihr Aroma und ihre Wirksamkeit. Man sollte ihn deshalb erst kurz vor dem Anrichten den Speisen zufügen.
Besonders pikant zu Rindfleisch, Prager Schinken und Fisch schmeckt "Gefrier-Merrettich": Eine kleine Stange der Wurzel reibt man etwa zur Häälfte, vermischt sie mit je einer Prise Salz und Zucker, fügt etwas Essig und einen Soßenlöffel süßen Rahm (Schlagsahne) zu und vermischt alles gut. Dann schlägt man einen Becher Schlagsahne ganz steif, gibt das vorbereitete Merrettich-Gemisch dazu und vermengt alles gut. Die Masse füllt man in eine mit Frischhaltefolie ausgelegte Form (Folie groß genug abreißen, damit die Form auch abgedeckt werden kann!) und friert sie in der Tiefkühltruhe ein.
Tiefgefroren, in Scheiben geschnitten, ist diese schnell hergestellte, pikante Köstlichkeit eine Beigabe, der man Beachtung zollt.
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