Bayerischer Wald - Wildbach
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Gläserner Steig

Ein neu geschaffener Wanderweg auf den Spuren einstiger Glasmacher und Glasveredler führt über 99 Kilometer durch eine beeindruckend schöne Landschaft. Tiefe Wälder, mächtiger Granit und Glas – immer wieder Glas in seinen unterschiedlichsten Formen und Farben prägen ihn. Der Weg verbindet den Lamer Winkel mit dem Hochtal von Bayerisch Eisenstein, läuft weiter durch den Naturpark des Zwieseler Winkels und führt durch das Gebiet des Nationalparks Bayerischer Wald bis in die alte Säumerstadt Grafenau.

Der Wanderweg wird gerne als Etappenwanderweg unter dem Motto "Wandern ohne Gepäck" genutzt. Auskünfte erteilen die Verkehrsämter entlang der Route.

Am besten bewältigen Wanderer den Gläserenen Steig in sechs Etappen durch unverbrauchte, ursprüngliche Natur. Dabei bleibt dann auch genügend Zeit, um sich in den Glashütten, den Kunstglasbläsereien, den Glasveredelungsbetrieben und unter den vielen kleinen Besonderheiten links und rechts des Weges umzusehen.

Zur Rückkehr an den Ausgangsort steht die Waldbahn zur Verfügung. Deshalb ist auch jede Etappe für sich erwanderbar.

Etappen-Vorschlag:
1. Arrach – Lohberg, knapp 17 km, Zeitbedarf ca. 5 Stunden
2. Lohberg – Bayerisch Eisenstein, 17 km, Zeitbedarf ca. 5 Stunden
3. Bayerisch Eisenstein – Lindberg, 20,5 km, Zeitbedarf ca. 5 ½ Stunden
4. Lindberg-Frauenau, 15 km, Zeitbedarf ca. 3 ½  Stunden
5. Frauenau – Spiegelau, gut 13 km, Zeitbedarf ca. 3 ½  Stunden
6. Spiegelau – Grafenau, 13 km, Zeitbedarf ca. 3 ¼ Stunden

Wegverlauf:
Abwechslungsreich, einmal über Wiesen mit weiten Ausblicken, dann wieder durch unendliche Waldtiefen, vorbei an dichtem Heidelbeerbestand, zieht der Weg mit häufigen Steigungen von Arrach über Engelshütt hinauf nach Lambach. Dabei werden bereits die ersten 200 Höhenmeter gewonnen.
Ein wildes Teilstück über wurzeldurchzogene, verblockte Waldpfade führt dann hinauf zur Mariahilfkapelle mitten im Wald (weitere 100 Höhenmeter).
Mit dem Osser zur Linken geht es dann talwärts nach Lam. Zwischen dem Tal des Weißen Regen und den Osserhöhen verläuft der Weiterweg mit vielen hübschen Ausblicken zum Kaitersberg und weiter über Schwarzeck und Enzian bis hinüber zum Arber, wobei der Steig im Bereich Berghäusl wiederum ansteigt, ehe er fast eben und bequem nach Eggenberg und Lohberg führt.

Die zweite Etappe beginnt bequem mit einem Abstieg von Lohberg ins Tal des Weißen Regen. Dann geht es beständig durch Wald hinauf zum Kleinen Arbersee im Schatten der nordwestlichen Arberhänge. Ein kleines Stück auf verhältnismäßig breitem Steig bringt den Wanderer fast eben zur Mooshütte. Dann geht es abermals schattig durch die Wälder bergan zum Brennes-Sattel. Von hier genießt man eine prächtige Sicht auf die Bergwelt des Böhmerwaldes jenseits der Grenze nach Tschechien, aber auch auf den höchsten Bayerwald-Gipfel, den Arber. Nun geht es bergab, durch Wald auf bequemem Weg hinunter nach Bayerisch Eisenstein.

Am Großen Regen entlang führt die dritte Etappe zunächst bequem und fast eben durch die Wälder bis Regenhütte. Dann aber liegt eine Bergstrecke vor dem Wanderer, die ihn zwar schattig, aber dennoch schweißtreibend hinauf zur 1.000-Meter Marke bei der "Roten Höh"
Im Bereich des Hahnenriegel bringt. Aber gleich wird es wieder angenehm: Bequem geht es hinunter nach Rabenstein und dann über weite Wiesenareale hinaus nach Theresienthal.
Damit ist wieder die Talsohle des Regenflusses erreicht. Für "Nichtbergsteiger" gibt es zwischen Regenhütte und Theresienthal eine "ebene Variante": Der Flußwanderweg folgt dem Großen Regen. Die Etappe beendet ein gemütlicher Bummel über freies Gelände hinauf nach Lindberg.

Die vierte Etappe ist geprägt von unendlichen Wäldern, einer rauen, ursprünglichen Landschaft, Bayerischer Wald par excellence, Gebiet, das seit der Erweiterung zum Nationalpark Bayerischer Wald gehört und aus jeglicher Nutzung herausgenommen wurde. Zwischen Lindberg und Oberfrauenau gibt es zwar ein ständiges Auf und Ab, aber keine großen Anstiege oder Gefälle. Man hat Zeit zum Schauen und Genießen, atmet Waldluft pur. Erst die letzten zwei Kilometer von Oberfrauenau nach Frauenau bringen einen Abstieg, der aber leicht zu bewältigen ist.

Auf der fünften Etappe durchziehen wir das Herz des ersten Deutschen Nationalparks, des Nationalparks Bayerischer Wald. Kaum nennenswert sind die Anstiege im ersten Etappenteil bis Flanitzhütte. Zwar ansteigend, aber doch gemächlich geht es auf Forstwegen durch Wälder bis hinaus auf das weite Wiesengelände um Althütte. Wälder bestimmen dann den meist eben verlaufenden Weiterweg nach Klingenbrunn und Spiegelau.

Das letzte Wegstück läuft beinahe eben von Spiegelau nach Riedlhütte, steigt dann durch Wald zum aussichtsreichen Höhenbrunn hinauf, führt mit sanftem Gefälle in den alten Wallfahrtsort St. Oswald, ehe es uns bergab durch ein Waldstück nach Rosenau vor den Toren der Säumerstadt Grafenau leitet. Sonnig geht es nun über weite Wiesenhänge hinüber zum Feriendorf und hinein in die Bayerwaldstadt Grafenau.

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