Bayerischer Wald - Wildbach
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Böhmweg

Länge: ca. 65 km

Von der Donau in Deggendorf bis zur Grenze in Bayerisch Eisenstein begleitet uns das Symbol des Rades. Wegen seiner verhältnismäßig kurzen Tagesetappen und großenteils bequemen Wegen eignet sich der Böhmweg gut für gemütliche Wanderer oder Familien.

Noch im Stadtgebiet von Deggendorf steigt der Weg an, bei der Zwieslerbruck erreicht man den Wald, wandert später über die Freiflächen bei der Steinelhöhe und erreicht schließlich das Bergdorf Greising. Weiter bergan geht es stets durch Wald zum Ruselabsatz. Bei der Josefsbuche ist die Höhe des Donaukammes erreicht. Wunderschön ist die Talwanderung hinunter nach Hermannsried und zum Waldheiligtum St. Hermann mit seinen drei Andachtsstätten im weiten Wiesenareal.

Bald ist Bischofsmais erreicht, weiter geht es zum Teufelstisch, einem prächtigen, sagenumwobenen Aussichtsfelsen und wieder talwärts zur Fahrnbacher Mühle. Meist über Wiesen und sanfte Hänge zieht der Böhmweg weiter, kreuzt die B 11, die von Deggendorf zur tschechischen Grenze führt, und steigt nun sanft an nach Schloßau und hinauf zum Quarzriff des Pfahl mit der Burgruine Weißenstein.

Auf breitem Sandweg geht es ab Weißenstein gemächlich talwärts, hinunter zur B 85. Hier liegt Gut Poschetsried, auf dem die schweren Pferde, die beim Münchner Oktoberfest die Brauereiprachtgespanne ziehen, das Jahr über untergebracht sind. Nach der Querung der Verkehrsader, mit herrlichem Ausblick über das Regental und das Grenzgebirge, geht es hinunter nach Rinchnachmündt und Schweinhütt.

Ein Stück folgt der Böhmweg in seinem Verlauf nun der B 11 in Richtung Zwiesel, schlängelt sich weiter durch das Stadtgebiet, um beim Ortsteil Theresienthal wieder zur Rotkotsiedlung anzusteigen. Wald empfängt nun den Wanderer, der bald einer hübschen Waldkapelle vorbei nach Ludwigsthal marschiert.

Die Kirche in Ludwigsthal ist eine Besonderheit, ihr Inneres ist bis auf den letzten Zentimeter im Jugendstil bemalt. Sie ist im süddeutschen Raum einmalig. Der Böhmweg hält nun einen weiteren Anstieg bereit, über den Sulzriegel und das Rote Kreuz führt er hinauf nach Zwieseler Waldhaus, zum einstigen letzten Stützpunkt der Säumer und Händler vor der Überschreitung des Grenzgebirges. Die verhältnismäßig geringe Höhe des Übergangs ermöglichte an dieser Stelle Handel mit Saumpferden bis in den späten Herbst hinein.

Das neue Informationsangebotes des Nationalparks macht eine kleine Rast interessant und lohnend. Bequem geht es weiter: Hinunter zur Brücke über den Deffernik und ab hier kann man an heißen Tagen den ca. 2 km langen, leicht fallenden Kneippweg zum Schwellhäusl genießen. Damals Diensthütte, heute eine gemütliche Einkehr mit einladendem Gastgarten, lädt zum Verweilen ein, denn dann geht es ein letztes Mal schweißtreibend, über den Hochberg, am Eisernen Kreuz vorbei, zum Zielpunkt Bayerisch Eisenstein. Von 1953 bis 1991 war der Zugverkehr wegen des Eisernen Vorhangs eingestellt, nun ist der einzige geteilte Bahnhof Europas wieder saniert und in Betrieb.

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