Bayerischer Wald - Sonnenaufgang
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Woher der "Goldene Steig" seinen Namen hat

Mitten durch die unendlichen, tiefen Wälder des bayerisch-böhmischen Grenzgebirges zog im Mittelalter ein bekannter und vielbegangener und mit Fuhrwerken befahrener Handelsweg. Salz, Malz, Getreide, Gewürze und Branntwein beförderten die Säumer von Süden nach Norden und von Norden nach Süden. Bewaffnete Reiter und Troßknechte schützten die Handelskarawanen vor Räubern und anderem Gesindel.

Der Teufel sah, wie viele Kaufleute auf dem Steig ihre Rösser unbarmherzig zur Eile antrieben und durch harte Schläge vorwärts jagten, damit sie ihre Ware schnell verkaufen konnten. Durch zusätzliche Fuhren wollten sie zu größerem Reichtum kommen. Der Satan wußte, wie er solche hartherzigen Pfeffersäcke schnell in sein Höllenfeuer bringen konnte.

Eines Tages streute er Korn auf den Handelsweg. Über Nacht verwandelte er es zu glitzerndem Gold. Als der Tag kam, geschah, was er erwartet hatte: Händler und Knechte ließen Fuhrwerk und Tiere stehen, bückten sich eifrig und sammelten die goldenen Körner ein, ja, sie rauften und prügelten sich um die Beute. Doch während sie gierig das Teufelsgold sammelten und sich die Köpfe deswegen blutig schlugen, wanderte der Steig mit ihnen, wie ein Band, in die Tiefe und alle, die auf ihm waren, kamen mit ihm ins Verderben. Denn unten stand der Höllenfürst und zog Weg, Wucherer, Geizige und Neidige in den ewigen Abgrund.

Heute ist der ehemalige Handelsweg als wunderschöner Wanderweg wiedererstanden und führt Wanderer und Naturfreunde durch eine wunderschöne Landschaft. Nur der Name „Goldener Steig“ oder „Gülden Straß“ erinnert noch an die alten Zeiten.

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