Bayerischer Wald - Sonnenaufgang
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Die Schrazel von Zenching

Unter dem Anwesen eines Bauern in Zenching lebten einst drei Zwege in den tiefen Gängen unter einer Ecke des Bauernhauses. Mit dem Hausherrn und seiner Frau und auch dem Gesinden kamen die drei gut zurecht. Man respektierte sich gegenseitig und es gab niemals Streit. Eines Tages bat einer der Schrazel den Bauern, ihnen die Ecke des Hauses zu verkaufen. Das lehnte der Bauer aber ab. Er machte einen anderen Vorschlag: „Ich schenke euch die Hälfte des Hausecks, dann habt ihr ein sicheres Zuhause für immer.“

Darüber freuten sich die Schrazel natürlich. Einige Jahre später aber kam ein fürchterlicher Sturm. Der beschädigte das Anwesen stark. Unter anderem war auch die Ecke, unter der die Schrazel lebten, eingestürzt. Von den Schrazeln hat niemand mehr von Stund an etwas gesehen. Als aber der Bauer den Schutt wegräumte und die Ecke neu aufbauen wollte, kamen unter dem alten Gestein eine ganze Menge kleiner Behältnisse zum Vorschein. Als der Bauer sie öffnete, sah er, daß er einen riesigen Schatz aus Gold und Edelsteinen gefunden hatte. An die Schrazel dachte der Bauer und seine Familie deshalb ein Leben lang gerne zurück und sprach den Zwergen im Stillen seinen Dank aus.

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