Bayerischer Wald - Sonnenaufgang
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Der wilde Osserriese

In alter Zeit lebte in der Ossergegend ein sehr großer Riese. Von seinem Vater erzählte man, er habe sich bei seiner Heirat einen blühenden Apfelbaum als Strauß an seinen Hochzeitsanzug gesteckt. Der junge Riese war ein wilder Geselle. Sein Lieblingsplatz war der Spitzberg im heutigen Tschechien. Dort saß er gern, mit den Füßen in den Seen planschend, mit einem im Ödsee und dem anderen im Krottensee. Das erzeugte unter den Menschen immer viel Angst und Schrecken, denn der Riese verursachte durch seine Planscherei gewaltige Überschwemmungen.

Als die Menschen in der Gegend des Riesen eine Glashütte anlegten, verfolgte der Riese neugierig das geschäftige Treiben. Als sie aber begannen, die Wälder rings um die Hütte abzuholzen und das Holz zum Befeuern des Glasofens verwendeten, ärgerte ihn das. Er brach einen ungeheuren Felsbrocken aus dem Berg und rollte ihn gegen die Hütte. Ein Stück von ihr entfernt, wo es noch Wald gab, lagen aber zwei Kinder im Moos und schliefen. Der Fels kam unmittelbar vor ihnen zum Stehen und den beiden Buben geschah nichts.

Als sie herangewachsen waren, traf der eine von ihnen einmal den Riesen. „Da, schnupf das Kräutl“, bot der Bub dem Riesen an und hielt ihm eine Springwurz hin. Der Riese nahm sie auch und steckte sie sich ins Nasenloch. Plötzlich tat es einen schrecklichen Knall und der Riese zersprang in abertausend Sonnenstäubchen. Mit ihm ist das Riesengeschlecht ausgestorben und die Menschen um den Osser kamen zur Ruhe.

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