Bayerischer Wald - Sonnenaufgang
.:: © creaholix GmbH ::.   
Startseite      das Waldgebirge     Wandertouren     Sagen & Märchen      
  Besonderheiten     Urlaub im Bayerischen Wald     Impressum

Die Ameiskapelle bei Kirchl

Ein Bauer ging einmal mit seinen Söhnen in den Wald zum Reisig sammeln. Er war nicht mehr der Jüngste und das Werkeln strengte ihn schon an. Als die Männer ihr Mittagsbrot verzehrt hatten, meinte der Vater, er lege sich ein wenig nieder. In der Nähe eines Ameisenhaufens streckte er seine Glieder aus und schlief ein.

Auch die Söhne waren müde und legten sich für eine Weile ins Gras. Als der Bauer erwachte, erzählte er seinen Söhnen, daß er geträumt habe: In dem Ameisenhaufen in der Nähe habe er ein kleines Bild der Mutter Gottes vom Heiligen Berg in Böhmen gefunden. Erstaunt vernahmen die Söhne diese Rede, denn ihnen träumte das Nämliche.

Nun stocherten sie in dem Ameisenhaufen herum. Tatsächlich, sie mußten nicht lange suchen, kam das Bild der Gnadenmutter zum Vorschein. Sie säuberten es, so gut es ging und trugen es heim. Dort legte es der Bauer in sein Gebetbuch.

Eine Weile später war das Bildchen aus dem Gebetbuch verschwunden. Der Bauer suchte das ganze Haus ab, fragte alle Bewohner, ob es jemand gesehen habe, aber das Bild blieb verschwunden. Da bekam er eine Ahnung, er ging hinaus in den Wald und fand das Bild an einen Baum neben dem Ameisenhügel angeheftet.

Wieder trug er es sorgsam heim und wieder verschwand das Bild. Da hat der Bauer mit seinen Buben Holz hergeschnitten und neben dem Ameisenhügel eine schlichte Kapelle errichtet. Für das Bild zimmerte er einen Rahmen und hängte es in die Kapelle. Seitdem haben viele Pilger ihre Sorgen und Nöte zum Bildnis der Mutter Gottes vom Heiligen Berg in der Ameiskapelle getragen.

Heute ist die Ameiskapelle ein schmuckes Gebäude, das man auf wunderschönen Wanderwegen erreicht.

zurück