Bayerischer Wald - Sonnenaufgang
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Die Kirche von Neureichenau

Die Kirche von Neureichenau verdankt ihre Entstehung der Sage nach einem Versprechen in großer Not:

Der größte Grundbesitzer weit und breit war vor etwa zwei Jahrhunderten ein Hüttenbesitzer aus Neureichenau. Die Einwohner der kleinen Gemeinde mußten damals die Hl. Messe in Breitenberg besuchen. Danach kehrte man beim Wirt zu Breitenberg natürlich ein, speiste und trank und traf sich zu mancher langen Unterhaltung. Bei so einer Gelegenheit prahlte der Hüttenherr einmal: „Wenn es einen Teufel gibt, kann er mich heute auf dem Heimweg holen!“

Nach ausgedehnter Zecherei bestieg der Herr endlich sein Roß und machte sich auf den Rückweg nach Neureichenau. In einer kleinen Waldung hatte er gerade einen Bachlauf gekreuzt, als aus dem Bachbett zwei Hunde mit seltsam glühenden Augen herauskamen. Sie wollten am Pferd hochspringen, das aber scheute und galoppierte samt seinem Reiter davon. Die Hunde setzten ihm nach, wurden immer größer und schneller.

Da fiel dem Hüttenmeister seine frevelhafte Rede vom Vormittag ein. Er bekreuzigte sich und tat auf der Stelle den Verspruch, den Bauplatz für eine Kirche zu stiften, wenn er heil nach Hause käme. Augenblicklich ließen die Hunde von ihm ab und verschwanden.

Der Hüttenmeister hat sein Wort gehalten und Neureichenau einen Bauplatz für eine Kirche geschenkt. Alle haben beim Bau zusammen geholfen und so kam der Ort zu einem eigenen Gotteshaus.

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