Bayerischer Wald - Sonnenaufgang
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Das Teufelsholz

Zwischen den kleinen Siedlungen Poppenreut und Hintereben liegt das Teufelsholz. Seinen Namen bekam es, weil die Leute früher glaubten, daß der Teufel dort seinen ständigen Aufenthaltsort auf der Erde habe. Man soll ihn dort nämlich recht oft gesehen haben.

In Poppenreut lebte zu der Zeit ein frommer Mann, der sich seinen Lebensunterhalt als Wanderlehrer verdiente. In einem Gebiet, das bis Grainet hinüber reichte, lehrte er um ein wenig Geld oder Lebensmittel die Kinder lesen, schreiben, rechnen und beten. Sein tadelloser Lebenswandel machte ihn zu einem angesehenen Mann, trotz seiner Mittellosigkeit.

Oft mußte er schon beim Morgengrauen das Haus verlassen, weil seine Schüler weit weg wohnten. Mit dem Rosenkranz in der Hand zog er betend dahin. Oft hat er dabei den Teufel irgendwo sitzen sehen. Einmal aber hat der ihn zunächst recht spöttisch angeschaut und dann machte er sich mit frechen Worten über die Frömmigkeit des Lehrers lustig.

Als das Spotten kein Ende nahm, wurde der Lehrer zornig und drohte mit seinem Gebetbuch nach dem Höllenteufel. Der aber lachte geringschätzig und meinte: „Hau nur her, wennst dich traust!“ Da hat ihm der Lehrer mit Wucht den Rosenkranz ins Gesicht geschlagen. Da ist aber der Teufel mit Geheul auf den armen Lehrer losgegangen!

Der hat in seiner Verzweiflung immer schneller auf den Teufel eingeschlagen. Dabei zerriß der Rosenkranz und eine der Perlen flog dem Satan direkt in sein Spottmaul. Da hat dieser ein fürchterliches Wehgeschrei angefangen, er hat Feuer gespien, daß das Gras am Wege ganz verbrannt ist und dann war er plötzlich fort. Gesehen hat man den Teufel in der Gegend seit der Zeit nicht mehr

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