Bayerischer Wald - Sonnenaufgang
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Die Buchberger Leite und ihr Echo

Im Waldgebirge gab es einst viele Burgen. Bei Freyung standen Burg Wildenstein und Burg Puchberg. Beide wurden von Rittern und deren Familien bewohnt. Einem Ritter wurde eines Tages ein Töchterchen geboren, das zu ganz besonderer Schönheit heranwuchs. Ein böses Weib aber verfluchte die Schönheit und verzauberte das Mädchen. Niemand entdeckte mehr eine Spur von ihm.

Eines Tages war ein junger Jäger in der Buchberger Leite auf der Jagd. Er war schon geraume Zeit unterwegs, der Tag war heiß und der junge Mann wurde müde. So legte er sich einfach auf ein weiches Moospolster neben einem Felsblock und schlief augenblicklich ein.

Natürlich hatte auch der Jäger schon von dem sagenhaft schönen, verschwundenen Mädchen gehört. Nun erschien es ihm im Traum und flüsterte ihm zu: "Oh, du junger Jäger, du könntest mich endlich erlösen! Gut hundert Jahre muß ich hier nun schon versteinert schlafen. Komm doch morgen ganz früh hier her und tue einfach, was dir gesagt wird. Es wird dein Schaden nicht sein!"

Da wachte der Jäger auf und sah sich um. Das Fräulein aber war nirgendwo zu sehen. Dem Burschen wollte sein Traum nicht mehr aus dem Kopf gehen. So verließ er am nächsten Morgen in aller Herrgottsfrühe sein Haus und waanderte hinunter in die Buchberger Leite. Er fand die Raststelle vom Vortag sofort. Im Moos saß jetzt eine Natter. Sie trug eine winzige Krone auf dem Kopf, sah ihn an und wisperte: "Küß mich!"

Da packte den jungen Jäger das Grauen und er lief schreiend davon. Auch die Schlange schrie jämmerlich und verschwand in der Steinwand. Dieses Geschrei wurde zum doppelten Echo in der Buchberger Leite. Das verzauberte Burgfräulein hat seitdem niemand mehr gesehen.

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