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Der Schmied

Früher hatte jedes Dorf seine Schmiede. Sie war Werkstatt und Kommunikationszentrum in einem. Meist wurden die schweren Schmiedehämmer durch Wasserkraft angetrieben. Sie hob mittels einer Nockenwelle die nach unten konisch geformten Hämmer.

Ein Schmied brauchte großes Geschick, damit er das glühende Eisen immer richtig unter den Hämmern platzierte und die fallenden Hämmer nicht zu Verletzungen führten. Er mußte sich außerdem gute Warenkunde aneignen, denn damals war die Qualität des Eisens oft mangelhaft.

Ein Schmied fertigte in der Regel Werkzeuge und Geräte, Sicheln und Sensen, Zangen und Haken, Hämmer, Äxte und Beile. Manche spezialisierten sich und wurden zu Nagel- oder Hufschmieden, Sensen- oder Waffenschmieden.

Mit der Industrialisierung begann der Niedergang der Schmieden. Als Traktoren die bäuerliche Arbeitswelt veränderten, kamen auch die Rösser aus der Mode und die Hufschmiede schlossen ihre Werkstätten.

Erst in jüngerer Zeit, seit der Pferdesport "in" ist, gibt es da und dort wieder einen Hufschmied. Eisen und Stahl wurden als Kunstobjekt salonfähig, es entstanden vereinzelt Kunstschmiedebetriebe. Dorfschmieden wie einst sind allerdings eine Rarität.

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