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Schindelmacher

Schindelmachen gehörte früher zu den Winterarbeiten auf jedem Bauernhof im Bayerischen Wald.

Bauer und Knechte verstanden sich darauf, geeignetes Holz auszuwählen, in passende Längen zu schneiden und aufzuspalten. War es nach unterschiedlich langer Lagerung genügend trocken, wurde es mit Messern auf der "Hoanzlbänk" bearbeitet und zu Schindeln geschnitten.

Dabei wurden die Holzplatten so bearbeitet, daß jede Schindel unterschiedliche Holzstärken aufwies. Dadurch entstand dann bei der versetzten Eindeckung eine ebene, gut Wasser ableitende Dachfläche. Oftmals wurden Schindeln in Öl getränkt. Als Dacheindeckung oder Wetterschutz für Außenwände waren sie gefragt, denn Schindeldächer haben eine sehr lange Lebenszeit. Geht wirklich mal die eine oder andere kaputt, ist sie rasch durch eine neue ersetzt.

Das Schindelmachen war auch ein eigenständiger Beruf, aber nur die, die keinen Wald, kein Holz besaßen, mußten Schindeln kaufen. Die Nachfrage hielt sich deshalb in Grenzen, ein Schindelmacher brauchte deshalb noch ein zweites Standbein, um sich und die Seinen durchbringen zu können.

Sowohl die Herstellung als auch die Verlegung erfordern Geduld und Können. Heute werden Schindeln bereits industriell hergestellt. Schindeldächer sind heute wieder sehr beliebt, erfordern aber höheren finanziellen Aufwand als übliche Dacheindeckungen.

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