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Hausweber

Zum Einrichten und webbereit Herrichten eines Webstuhls bedarf es viel Geduld und Geschick. Dabei verstreicht oft geraume Zeit. Je nach Stärke des Flachsgarnes, das verwebt werden sollte, wurde ein Webstuhl eingerichtet. Damit man das "Zeug" nicht allzu oft wechseln mußte, achtete der Weber darauf, daß er hintereinander immer mehrere Stücke derselben Garnstärke herstellen konnte.

Die Kette, die Längsfäden, mußten immer wieder eingefettet werden, damit sie durch die ständige Bewegung beim Weben nicht rissen. Die meisten Weber konnten nur einfaches Leinen erzeugen. Es gab aber auch Weber, die unterschiedliche Qualitäten, wie Zwillich, Drillich, Gradl, Doppelgradl usw. herstellen konnten.

Viele Bauern im Waldgebirge bauten Flachs an. Im Sommer wurden dann viele Frauen kurzfristig zum Flachsbrechen eingestellt. Stand in einem Haus ein Webstuhl, wurden schon die Kinder an die Kunst des Webens herangeführt. Manche Weber gingen auch "auf die Stör", d.h. sie kamen ins Haus und verarbeiteten die Garnvorräte der Bäuerin vor Ort.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde im Waldgebirge nicht mehr viel Leinen erzeugt. Zuletzt wurden hauptsächlich Fleckerlteppiche auf den noch vorhandenen Webstühlen hergestellt. Sie sind heute noch ein beliebter Schmuck ländlicher Stuben.

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