Bayerischer Wald - Blasmusik
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Herbergssuche

Mit dem Beginn der Adventszeit lebt im Bayerischen Wald vielerorts das alte christliche Brauchtum der Herbergssuche oder des "Frauentragens" auf. Die "Himmelmutter", eine Marienfigur oder ein Bildnis, verläßt dabei ihrem Stammplatz in Kirche oder Kapelle, um von Familien von Haus zu Haus, von Hof zu Hof getragen zu werden.
Zum Adventbeginn sendet der Ortsgeistliche nach einer Andacht Statue oder Bildnis aus, indem er es einer Dörflerin anvertraut. Gefolgt von einer Prozession von Laternenträgern bringt sie es zum ersten Anwesen. Man klopft an und dann ertönen die alten Worte: "Wer klopfet an?" Die Draußenstehenden antworten: "O, zwei ganz arme Leut, die suchen Herberg´heut. O, durch Gottes Lieb wir bitten, laßt uns ein in eure Hütten!"
Den Leuten wird aufgetan, das Marienbildnis findet Platz im Herrgotswinkel der Stube. In einer religiösen Andacht betet man gemeinsam den freudenreichen Rosenkranz, gedenkt der Toten und bittet die Himmelmutter um ihren künftigen Schutz.
Erst in den Abendstunden des nächsten Tages bringen die Hausbewohner die Himmelmutter zum nächsten Haus, wo sich die Zeremonie wiederholt. So zieht das Bildnis während der vier Adventswochen von Haus zu Haus.
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