Bayerischer Wald - Blasmusik
.:: © creaholix GmbH ::.   
Startseite      das Waldgebirge     Wandertouren     Sagen & Märchen      
  Besonderheiten     Urlaub im Bayerischen Wald     Impressum

Frauendreißiger

Die Zeit vom Fest Mariä Himmelfahrt (15.8.) bis Mariä Namen (12. 9.) wird im Waldland als "Frauendreißiger" bezeichnet. Für die bäuerliche Bevölkerung war sie früher eine "heilige Zeit". Nach altem Glauben entfalten alle Heilpflanzen in dieser Zeit besonders gute Wirkung und ihre volle Heilkraft. Nun ist die rechte Zeit, sie zu sammeln. Sie dienen als Abwehr gegen Flurschäden und Feuer, gegen Krankheit und Siechtum bei Mensch und Tier, sie wirken auch jedem Zauber und jedweder Hexerei entgegen.
Kälber, im Frauendreißiger geboren, werden robuster und fruchtbarer als alle anderen, die Kühe geben jetzt die beste Milch, das Schmalz ist haltbarer als im Frühjahr und Sommer und die Hühner legen jetzt die größten und schönsten Eier, die sog. "Fraueneier". Sie tragen kaum Fäulniskeime in sich und halten sich gut bis Allerheiligen (1.11.).
Überall finden während des Frauendreißigers Festgottesdienste zu Ehren der Gottesmutter statt. Nach dem Frauendreißiger, so hieß es früher allgemein, hört die Natur mit dem Schenken und Geben auf.

zurück