Bayerischer Wald - Blasmusik
.:: © creaholix GmbH ::.   
Startseite      das Waldgebirge     Wandertouren     Sagen & Märchen      
  Besonderheiten     Urlaub im Bayerischen Wald     Impressum

Wolfauslassen

Das "Wolfauslassen" ist ein uralter Brauch, bei dem sich z.B. in Rinchnach im Landkreis Regen mehrere hundert "Wolfauslasser" treffen. Was sie dabei in Szene setzen, stellt dar, was ihren Ahnen und Urahnen als oberste Pflicht galt: Wildes und hungriges Getier etc. von den Weiden und Gehöften fern zu halten.
Waren es einst die "Hirta" (siehe auch "Wörterbuch"), also die Hirten, die häufig durch unbeschreiblichen Lärm Wolf und Bär in die Flucht jagten, sind es heute Burschen und Männer der Gemeinde, die mit Kuhglocken und Peitschen ein rhythmisches, höllisches Spektakel veranstalten und die uralten Verse im Lichtschein der Laternen vortragen.
In der gut tausendjährigen Geschichte des besiedelten Bayerischen Waldes dauerte das Hütejahr meist von Georgi (23.04.) bis Martini (11.11.). Erst zu diesem späten Zeitpunkt im Jahr verließ der Hirte mit seiner Herde die oftmals in Hochlagen bereits eingeschneiten Bergweiden und trieb seine Tiere in die heimatlichen Stallungen. Schlechte Futterlagen für Raubtiere führten gerade bei frühen Wintereinbrüchen immer wieder zu Übergriffen auf Viehherden auf den Weiden. Zu Martini bot der Hirte dann zum letzten Male den wilden Tieren Paroli, scheuchte sie durch Krach zurück in die Wälder.
Nun, nachdem er die Weiden verlassen hatte, durften Bär, Luchs, Wolf und andere ungehindert herumstreifen, der Wolf war "ausgelassen".
zurück