Bayerischer Wald - Blasmusik
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Trenck der Pandur vor Waldmünchen / Pandurensteig

Seit 1956 nimmt das historische Freilichtfestspiel einen herausragenden Platz unter den Brauchtumsveranstaltungen des Waldlandes ein. Hier geht es wohl nicht so sehr um Brauchtum, sondern um Historie, denn das Spiel gewährt Einsicht in das furchtbare Geschehen im Bayerischen Wald während des Österreichischen Erbfolgekrieges.
Da zog 1742 der berüchtigte Pandurenobrist Franz von der Trenck von der Donau herauf durch den Bayerischen Wald und hinterließ überall Spuren der Verwüstung.
Seine "Panduren, Tolpatschen und Kroaten" zogen raubend, plündernd und mordend durch das Waldland und steckten alles in Brand, was ihnen in den Weg kam. Schließlich standen sie vor den Toren von Waldmünchen und forderten von den Stadtvätern eine Menge Geld.
Waldmünchen stellt in seinem Freiluftfestspiel dar, wie man damals mit dem wilden Haufen verhandelte und welche Folgen der Handel hatte. Die Zuschauer können das "historische Spectaculum" von einer wettergeschützten Tribüne aus verfolgen. Besonders eindrucksvoll sind wilde Reiterszenen und große Auftritte mit viel Volk in historischen Gewändern. 250 Laiendarsteller zeigen dabei mit viel Einfühlungsvermögen ihr Können.
Ein Panduren-Lager und das Waldmünchener Heimatfest stehen zeitmäßig stets mit den Aufführungstagen des Festspiels in engem Zusammenhang.
Übrigens: Heute geht es viel friedlicher auf dem Weg der Panduren zu: Als reizvoller Wanderweg, markiert mit dem schwarzen Krummsäbel auf rotem Grund, verläuft der Pandurensteig von Waldmünchen bis hinunter nach Passau.
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