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Sulzberg (1146 m)

Sulzberg (1146 m)

Auf seinem dicht bewaldeten, langgestreckten Höhenrücken zwischen Bischofsreut und dem Haidel, in Grenznähe zu Tschechien, verlief einst der "Goldene Steig", von Waldkirchen her nach Böhmen. Der lebhafte Salzhandel veranlaßte den Passauer Fürstbischof Leopold, zur Sicherung und Instandhaltung der Route im Jahre 1618 in 1108 m Höhe ein Dorf zu errichten, das zudem als Stützpunkt für die Säumer dienen sollte. So lange der Salzhandel florierte, hatten die Leopoldsreuter ihr bescheidenes Auskommen. Schon von Beginn an versuchten die Einwohner, ein Zubrot durch landwirtschaftliche Erzeugnisse zu gewinnen. Schneidende Ostwinde, Wassermangel im Sommer und ein überlanger Winter mit meterhohem Schnee ließen aber keine nennenswerten Erträge zu. Seit der Goldene Steig an Bedeutung verlor, ging es den Leopoldsreutern immer schlechter. Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts wurde das Dorf schließlich ganz aufgegeben.

Heute steht nur noch die St. Nepomuk-Kirche und das ehemalige Schulhaus. Die Hofstellen hat der Wald sich längst zurückerobert. Trotz der beklemmenden Erinnerungen bietet das Land um den Sulzberg sanfte Schönheit, ausgedehnte Mischwälder und feine Aussichtspunkte. Auf dem Kammrücken des Sulzberges, den Spuren des Goldenen Steiges folgend, läuft heute der Hauptwanderweg von Bischofsreut über Leopoldsreut zum Haidel (siehe dort).

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