Bayerischer Wald - Berge
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Rachel (1453 m bzw. 1399 m)

Rachel (1453 m bzw. 1399 m)

Großer Rachel (1453 m) und Kleiner Rachel (1399 m)

Der Rachel ist der zweithöchste Berg im Waldgebirge. Er scheidet die Wasser der Donau und der Elbe voneinander. Noch heute erlebt der Wanderer hier Urnatur. Die Hauptgesteinsmasse besteht aus Gneis und Granit. Dazwischen liegen Blöcke aus Quarz und Hornblende. Der zweigipfelige Bergstock liegt im Bereich des Nationalparks Bayerischer Wald. Vom Gipfel hat man prächtige Sicht über die dunklen Wälder des Waldgebirges und des Böhmerwaldes bis hin zu den schneebedeckten Alpengipfeln, z.B. dem Dachstein und Krippenstein. Ein Blick nach Osten zeigt den Schwarzberg über der Moldauquelle. Weite Teile im Rachelgebiet stehen unter Naturschutz. Im Kerngebiet des Nationalparks besteht ein Wegegebot!

Viele Wanderwege, einer schöner als der andere, führen durch die Rachelhänge zum Gipfel. Die meisten fordern allerdings gute Schuhe, denn wildes Wurzelwerk, vermooste Platten und raue Gesteinstrümmer machen sie recht ruppig. Das klassische Fotomotiv des Waldgebirges ist die Rachelkapelle oberhalb der Seewand. Die erste Rachelkapelle wurd 1885 vom Forstmeister Leithäuser errichtet. Er soll sich im Nebel verirrt haben, sein Pferd weigerte sich plötzlich, weiterzugehen und bewahrte den Reiter dadurch vor dem Absturz in die Seewand (486 m hoch, mittlere Neigung 50 %).

RachelkapelleVom Rachelsee aus leitet ein hochinteressanter "Eiszeit-Lehrpfad" durch die Wälder, die seit 1998 dem Borkenkäfer fast gänzlich zum Opfer fielen. In den dunklen, etwas unheimlich wirkenden Rachelsee soll der Sage nach die Seele der bösen Wecklin, einer Schloßherrin aus Rammelsberg bei Schönberg, verbannt sein.

Etwa 15 Min. unterhalb des Gipfels steht das Waldschmidthaus, es ist nur teilweise bewirtschaftet. Wer es eilig hat, den Gipfel zu erstürmen, der fahre von Spiegelau aus mit dem umweltfreundlichen "Igelbus" zum Parkplatz "Gfäll" und wandere am Lieserlbrunnen und Waldschmidthaus vorbei zur Höhe. Etwas länger und schöner ist der Weg vom gleichen Ausgangspunkt zum Rachelsee und weiter über die Rachelkapelle zum Gipfel.

Zwei Wege führen vom Falkenstein her auf den Rachel: Der eine zieht über die großen Schachten teilweise etwas unwegsam, der andere gut markiert, mit viel Auf und Ab, über Spiegelhütte, Buchenau und Oberfrauenau über den Kleinen zum Großen Rachel. Letzterer ist Teil des Nördlichen Hauptwanderweges. Er streift auch die Trinkwassertalsperre bei Buchenau mit dem höchsten, aus Naturmaterial errichteten Staudamm Deutschlands.

Von der Siedlung Klingenbrunn-Bahnhof, Deutschlands Kältepol, kann man, ein Stück der moorigen Flanitz entlang, auf waldreichem, kühlem Weg den Rachel ersteigen und für ausdauernde Wanderer eignet sich eine weite, stille Waldrunde von Spiegelau aus über Jägerfleck, das moorige "Ochsenklavier" umgehend, über See und Kapelle bergan, dann zum Waldschmidthaus absteigend und weiter über die Rachelwiese und den Kleinen Rachel nach Frauenau und über die Altposchingerhütte zurück nach Klingenbrunn-Bahnhof.

Blick vom kleinen RachelMit dem umweltfreundlichen Igelbus kann man auch die "Rachel-Diensthütte" ansteuern und von dort aus über See und Kapelle zum Gipfel gelangen. Ein kleiner Umweg führt über die "Felsenkanzel" (siehe dort) zum Ziel.

Wer trittsicher ist und Waldwildnis liebt, der sollte auf dem Weg zum Gfäll-Parkplatz beim "Seelensteig" das Fahrzeug verlassen. Ein Weg, der überwiegend aus hölzernen Stegen besteht, führt durch ein Gebiet, in dem der Wanderer derzeit Einblicke in den dynamischen "Wiederaufbau" eines sich selbst überlassenen Teiles des Waldgebirges gewinnt.

Gfäll-Parkplatz, Seelensteig und Racheldiensthütte sind vom 15.5. bis 31.10. von 8.00 – 18.00 Uhr im Stunden- bzw. Halbstundentakt mit dem Igelbus erreichbar.

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