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Falkenstein (1312 m bzw. 1190 m)

Falkenstein (1312 m bzw. 1190 m)

Großer Falkenstein (1312 m) und Kleiner Falkenstein (1190 m)

Der Falkenstein bietet den Anblick eines langgestreckten Waldkammes. Er sieht aus, als hätte er überhaupt keinen Gipfel. Trotzdem endet der Falkenstein in einer scharfen Granitkante, die senkrechte Wände hat und für Liebhaber der Kletterei einige Schwierigkeitsgrade bietet. Wer den Wanderschuhen treu bleibt, den erwartet auf einer vier- bis sechsstündigen Falkenstein-Runde wahrhaft Phantastisches!

Zwieseler Waldhaus ist idealer Ausgangspunkt für ein solches Vorhaben. Schon am alten "Böhmweg" gab es hier eine Schutzhütte. Später, während der Blütezeit des Salzhandels nach Böhmen, entstand 1764 die feste "Schutz- und Einkehrstätte Zwieseler Waldhaus".

Hier konnten sich Mensch und Tier vor dem beschwerlichen Grenzübertritt auf dem Kamm letztmals stärken und ausruhen.

Gleich im Wirtsgarten des heutigen "Zwieseler Waldhaus" beginnt die Runde durch schier endlos erscheinende Waldtiefen aus uralten Buchen, mächtigen Bergahornen und Nadelhölzern. Selbst im Hochsommer ist der Weg wegen des tiefen Schattens angenehm kühl. Er führt zunächst durch das wildromantische Naturschutzgebiet "Mittelsteighütte". Hier beeindrucken Jahrhunderte alte Buchen, Ahorn-Baumriesen und bis zu 50 Meter hohe Tannen.

Der Weg wird allmählich grob, man hört das Tosen der Steinbach-Wasserfälle. Nach deren Überschreiten ist bald der Kleine Falkenstein erreicht. Der wuchtige Westabbruch läßt herrliche Aus- und Tiefblicke zu.

Weiter geht es, teils durch raschelndes Gras zum Großen Falkenstein. Sein Gipfelkreuz weist auf die Glaskunst im Bayerwald hin. Von kantigen Aussichtsfelsen wandert der Blick weit hinaus. Schutzhaus, Wetterwarte und die 1987 dem Umweltschutzheiligen Franz von Assisi geweihte Kapelle stehen auf dem Gipfelplateau. Sie wirken wie zusammengedrängt vom dunklen Waldgebirge ringsum.

Durch mächtigen Hochwald geht es weiter. Der Weg ist teils grasig, teils wild verblockt. Der Sulzschachten, eine ehemalige Waldweide für Jungstiere, ist das nächste Erlebnis. Auf der Freifläche liegen alte, wild zerfetzte Ahorne und Buchen herum. Auf den mächtigen Stämmen von einst hat sich neues Leben angesiedelt, eine rege Miniaturwelt. Ein Stückchen zurück, dann auf dem ursprünglichen Wanderweg weiter, geht es über den kaum merklichen Rukowitzberg (1269 m) zum Rukowitzschachten. Die wildromantische Hochweide aus der Rodungszeit schenkt weite Ausblicke über den Arber und die böhmischen Berge. An bizarr verkrüppelten und von Wind und Wetter zerzausten Kammfichten vorbei durchquert der Wanderweg die Freifläche. Wenig später mündet der Pfad in den Nördlichen Hauptwanderweg, der direkt zurück zum Zwieseler Waldhaus führt.

Eine weitere, sehr lohnende Wanderung führt von Scheuereck aus durch das Höllbach-Gspreng zum Großen Falkenstein. Hier ist Trittsicherheit erforderlich, denn das Höllbachgspreng entpuppt sich als "wildes Waldgebirge".

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