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Dreisesselberg (1312 m)

Dreisesselberg (1312 m)

Hochstein (siehe dort) und Dreisessel sind die beiden nördlichen Erhebungen im bayerisch-böhmisch-österreichischen Grenzland. Das ist wahrlich das Waldgebirge eines Adalbert Stifter oder eines Gottfried Keller: "Trinkt ihr Augen, was die Wimper hält, von dem goldnen Überfluß der Welt". Stundenlang kann man hier durch den Bergwald laufen, die Stille wird höchstens durch das Sprudeln und Gischten eines munteren Bergbaches unterbrochen. Hohe Farne, mächtiges Wurzelwerk, vielfach verblockter und urwüchsiger Hochwald, so weit das Auge reicht. Aber auch hier wütete der Borkenkäfer und hat so manchen einst wildromantischen Flecken vernichtet.

In alten Urkunden wird der Dreisesselberg als "Hennhardtsberg"  (Hühnerhabichtsberg) erwähnt. Wie, wann und warum die drei steinernen "Sessel" entstanden, ist völlig unbekannt. Erst im 19. Jhd. gewann der Berg an Bedeutung – zum einen durch das Holz, das in den Wäldern geschlagen und in viele Länder verkauft wurde, zum anderen wohl durch die Romane und Erzählungen Adalbert Stifters. Die granitenen, wie Fladen aufeinander liegenden Platten der Dreisesseltürme lassen den Gipfelstürmer weit übers Land schauen: Ins einst fürstbischöfliche Passauer Land, ins österreichische Mühlviertel, über die Donauebene hinweg bis zum Toten Gebirge im Salzburgischen.

Dreisessel-FelsenAm Fuße des Dreisessel liegt das Rosenberger Gut. Es ist Endpunkt des Nördlichen Hauptwanderweges über den Grenzkamm des Waldgebirges; die österreichische Fortsetzung wird ab Dreisesselhaus als "Nordwald-Kammweg" bezeichnet. Während langer Aufenthalte auf dem Anwesen schrieb Stifter einige seiner Werke, darunter auch den "Witiko". Heute ist das Rosenberger Gut Jugendherberge. Dem Dichter sind Gedenkräume gewidmet, die besichtigt werden können.

Eine weitere Besonderheit im Dreisesselgebiet ist das "Steinerne Meer", eine riesige Blockhalde natürlichen Ursprungs.

Das Dreisesselgebirge ist durch gut markierte Wanderwege voll erschlossen. Noch immer überkommt einen hier beim Wandern ein ganz besonderes Gefühl. Man glaubt sich zeitlich zurückversetzt, wenn man stundenlang durch die ausgedehnten Hochwälder streift und überall auf Zeugen der Vergangenheit stößt. Die Möglichkeiten zum Wintersport sind am und um den Dreisessel exzellent und sehr beliebt.

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