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Arber, Großer (1456 m)

Arber, Großer (1456 m)

Der Arberstock kam erst 1764 zu Bayern. Er ist die einzige Erhebung im Waldgebirge, die die klimatische Waldgrenze erreicht. Das Gipfelplateau ist waldfrei, das ist allerdings durch Rodung und Nutzung für Weideflächen bedingt. Ursprünglich waren nur die mächtigen Felsaufbauten kahl. Deren bekanntester ist der Seeriegel, seine Form brachte ihm den Namen "Richard-Wagner-Kopf" ein, der Felsaufbau gleicht dem Profil des Komponisten sehr.

Der Arbergipfel bietet eine herrliche Rundumsicht, schließlich befindet man sich hier am höchsten Punkt zwischen Schwarzwald im Westen und Tatra im Osten, zwischen Weißem Berg im Norden und den Alpen im Süden. Von keiner Seite steht den rauen Stürmen etwas entgegen, deshalb zaubern Schnee, Eis und Wind hier oben die berühmten "Arbermanndln". Im Winter gibt es am Arber für den alpinen Skisport herrliche Pisten samt dem beliebten "Einkehrschwung". Langläufer finden am "Bretterschachten" ein Loipenparadies.

Eine Gondelbahn erschließt den Berg, aber auch jede Menge gepflegter und markierter Wanderwege durchziehen die wunderschönen Mischwälder am Arber. Da geht es beispielsweise vom Großen Arbersee durch die wilde Seewand, vom Bretterschachten (LL-Zentrum) über das Mittagsplatzl (einmaliger Tiefblick zum See!), von Bodenmais über die Rißlochfälle, vom Kleinen Arbersee über die Jugendherberge "Chamer Hütte" und die Stierwies und eine verblockte Passage zum Gipfel. Wer wenig Zeit hat, aber doch das Gipfelerlebnis sucht, steigt vom Brennessattel bergan. Die Wälder um den Arber sind zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis. Weite Teile des Gebietes stehen schon seit 1939 unter Naturschutz, z.B. die "Schwimmenden Inseln" und die Seerosen in den beiden eiszeitlichen Arberseen, sowie die Gipfelregion mit den wild zerzausten Legföhren. Hier gedeiht auch die isländische Lappenflechte.

Die Seewand ist eine beinahe unwegsame Zone, man sollte sich ausschließlich auf den markierten Wegen aufhalten. Hier wächst u.a. ein besonderes Holz: Die wertvollen Stämme sind gefragtes Material für Resonanzböden von Streichinstrumenten. Daher hat auch der Geigenbach, der über gestürzte Baumleichen springt und sich zwischen Urgesteinsblöcken und meterhohen Farnen seinen Weg talwärts sucht, seinen Namen.

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